Wie ist es eigentlich in einem Musikkindergarten zu arbeiten? Welche Menschen stehen hinter unserem Konzept? Was passiert, wenn sich Bewerber*innen und ein Kita-Team ganz ohne Bewerbungsstress begegnen? Genau darum ging es bei unserem Karrieretag, denn um einander richtig kennenzulernen reicht ein Bewerbungsgespräch nicht aus.
Zu unserem Karrieretag haben wir potenzielle Mitarbeiter*innen zu uns

eingeladen, um ihnen eine Möglichkeit zu geben die Kultur und die Arbeit der bunten töne Kitas kennenzulernen. „Herzlich willkommen erstmal bei den bunten tönen. Schön, dass ihr da seid für unseren Karrieretag“, mit dieser Begrüßung von Hawa, der Gründerin der bunte töne Musikkindergärten startet der Karrieretag. „Es ist tatsächlich für uns auch das allererste Mal, dass wir einladen […] und auch euch in diesem Rahmen ein bisschen kennenlernen wollen, aber natürlich auch uns ein bisschen vorstellen wollen [und auch] wie die bunten töne arbeiten.“
„Wir möchten euch die Möglichkeit [geben] […] die anderen Häuser auch noch kennenzulernen, die sich in anderer Form heute hier auch vorstellen, aber auch unsere Haltung und unsere pädagogische Arbeit.“ Die Teilnehmenden stehen in einem Kreis in einer der bunten töne Kitas in Eimsbüttel. Vor Ort sind neben den Bewerber*innen und der Gründerin; zwei Leitungen aus dem Träger, externe bunte töne Pädagog*innen und Mitarbeiter*innen aus dem Backoffice „damit ihr einfach […] ein paar Gesichter aus allen Bereichen […] kennenlernen und sehen dürft sozusagen“ erzählt Hawa den potenziellen zukünftigen Mitarbeiter*innen. Ein Bereich der Kita wurde in einen Ausstellungsraum verwandelt, in dem jede der fünf bunte töne Kitas sich einmal vorstellt, ergänzt wird das Ganze durch eine virtuelle Roomtour und Plakate, auf denen zum Beispiel die musikalische Früherziehung aufgeschlüsselt wird.

Teil der musikalischen Früherziehung in den Musikkitas ist wöchentliches Trommeln mit einem Trommelpädagogen. „Ihr dürft heute mit unserem Toto Lightman, unserem Trommelpädagogen, musizieren, trommeln und direkt mitmachen und eintauchen in unser musikalisches Konzept“, erklärt Hawa den Bewerber*innen und gibt das Wort an Toto weiter: „Gott sei Dank bin ich durch Hawa bei den bunten tönen, das ist ein sehr [besonderer] Kindergarten. Sie ist selbst Sängerin und ich respektiere sehr, was ich am Anfang schon gesehen hab. Die Kinder singen und sind diszipliniert beim Musik machen. Meine Energie kommt einfach da durch die zu motivieren, einfach zu trommeln und zu freestylen. Und die sind voll drinnen und ich freue mich so das zu machen.“
Annika, die Leitung des Hauses lacht bestätigend: „ „Toto, […] ich weiß nicht, was ich hier mit meinen Kindern machen soll [dienstags bevor du kommst], weil die die ganze Zeit an der Fensterscheibe kleben [und fragen]: „Wann kommt Toto?“

Annika stellt sich nun vor: „[Ich bin] Musikpädagogin, deswegen fand ich das sehr, sehr toll, meine Profession eben jetzt auch mit meiner Leitungsposition verbinden zu können und eben ja nicht nur selber den Kindern das beibringen zu können, sondern eben auch […] noch weiter damit wirken zu können, mit der Musik. Weil es mir ganz doll am Herzen liegt, durch Musik die Kinder zu bilden und [ich] sehr lange mich damit beschäftigt [habe], warum das so toll ist und wie das funktioniert.“ Nachdem der Ablauf des Tages klar ist und alle sich vorgestellt haben geht es auch schon ins „Doing“. Zuerst dürfen alle gemeinsam am Trommeln teilnehmen.

Bei diesem Event werden Rhythmen im Call-and-Response Stil nachgemacht, auch gestützt durch die eigene Stimme, Musik erlebt, improvisiert und einfach losgelassen. Es dauert nicht lange und es ist allen klar warum die Kinder sich jede Woche so auf ihre Zeit mit Toto freuen. Dann werden die Teilnehmenden in zwei Gruppen aufgeteilt; ein Teil darf noch weiter trommeln und ein Teil darf zur nächsten Aktivität übergehen. In der Kleingruppenarbeit können sich die Bewerber*innen dann einem Herzstück der bunten töne annehmen: der Aufführungen. Sie überlegen sich wie sie Aufführungen gestalten würden und gehen mit dem bunte töne Team in den Austausch.
Dann kommen die Teilnehmenden auch über andere Themen mit dem Team in den Austausch und erkunden gemeinsam die ausgestellten Materialien zum pädagogischen Konzept, dem Alltag in der Musikkita und den einzelnen Häusern. Es wird viel gelacht an dem Tag.


Als sich das Event sich dem Ende zuneigt versammeln sich nochmal alle im Kreis für eine Abschlussrunde. Eine Bewerberin sagt: „Es war sehr schön lebendig. Damit habe ich irgendwie gar nicht gerechnet. Es ist total schön gewesen herzukommen und es war Action; es war alles. Es war, glaube ich, genauso wie es hier einfach ist bei dem Träger von bunte töne.“ Eine andere Bewerberin fügt hinzu: „Ich kann mich da nur anschließen. Ich bin ja noch ein bisschen später gekommen, hatte ja ein bisschen [ei]nen turbulenten Weg her und es war eine sehr herzliche Begrüßung. Danke dafür. Und ich fand es auch sehr schön. Also das zeigt euch, glaube ich, als Träger sehr gut.“
Dann bedankt sich Hawa und ergreift nochmal das Wort: „Uns ist genau

das wichtig: lebendig sein; authentisch sein. […] Ich sage immer ganz oft, wenn ich dann mit einigen auch telefoniere und die dann zu den Hospitationen kommen: Du brauchst nicht deine Bluse aus dem Schrank holen, die du 10 Jahre nicht getragen hast, jetzt für das Bewerbungsgespräch mit den bunten tönen. Komm bitte so wie du dich wohl fühlst. Zeig dich, verkleide dich nicht [, denn] wir wollen ein authentisches Bild und wir versuchen auch immer ganz authentisch zu sein und ganz klar zu sein, weil wir einfach ein Träger sind der auch die richtigen Mitarbeiter*innen sucht.“ Der Karrieretag endet mit gemeinsamem Lachen. Er wird von nun an zweimal im Jahr stattfinden und wir hoffen, immer wieder so viele potenzielle Bereicherungen für unser Team zu finden. Vielen Dank nochmal an alle die an unserem Karrieretag teilgenommen haben. Wir freuen uns über neue Verbindungen und auf hoffentlich neue Kolleg*innen; denn jeder „Ton“ zählt!
